Mein Weg zur Freiheit
#11
Hallo Chain,

danke für Deine sehr aktive Teilnahme hier im Forum. Was mich interessieren würde,
Hast Du in der Schulzeit Ausgrenzung und bestimmte Formen von Gewalt erlebt?
Und weiter, wurdest Du in der Zeit aktiven Ausagierens Ziel von Angriffen in der Art,
dass aufgrund fehlender Vollpräsenz bestimmte Leute Dich zusätzlich zum Symptomträger
für ihre Verfehlungen machten, bzw. hattest Du das Gefühl? Z.B. durch Arbeitskollegen, private
Freunde, Familienmitglieder etc.

LG BoH
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#12
Hey Boh,
ich war und bin ein eher introvertierter Mensch. Das heißt ich hatte immer schon nur wenige Freunde und war eher zurückgezogen und nicht so im Mittelpunkt wie die extrovertierten Menschen. Sicher gab es deshalb immer wieder mal Spott und Neckereien, wir haben uns als Jungs auch schon mal geprügelt aber ich würde das heute eher als normal bezeichnen und nicht als Ausgrenzung oder eine Form von Gewalt.

(16.03.2019, 07:50)BoH schrieb: Und weiter, wurdest Du in der Zeit aktiven Ausagierens Ziel von Angriffen in der Art,
dass aufgrund fehlender Vollpräsenz bestimmte Leute Dich zusätzlich zum Symptomträger
für ihre Verfehlungen machten, bzw. hattest Du das Gefühl? Z.B. durch Arbeitskollegen, private
Freunde, Familienmitglieder etc.

Hmmm, ich weiß nicht ob ich den Satz wirklich verstanden habe. Jedenfalls habe ich nie, weder im Kollegenkreis noch in der Familie Angriffe, Gewalt, Mobbing oder ähnliches erfahren.

Falls du mit deinen Fragen nach Hintergründen für meine P.-Sucht suchst gibt es da sicherlich andere Gründe. Dies ist eine der Baustellen an denen ich arbeite und bin im Gespräch mit meinem Seelsorger. Zurzeit bin ich aber nicht bereit "öffentlich" über diese Dinge zu reden, vielleicht später wenn ich das Gefühl habe das es wirklich aufgearbeitet ist.
Mein virtueller Gedenkstein, Eben-Eser:
Ich bin hier, nicht weil ich irgendetwas gut oder richtig gemacht habe, sondern weil ER mich trotz allem immer noch liebt.
Bis hierhin hat der HERR mir geholfen, ich vertraue weiter auf IHN, nur mit seiner Hilfe kann es gelingen!
Frei nach 1. Sam. 7,12
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#13
Hallo Chain,

Zitat:Falls du mit deinen Fragen nach Hintergründen für meine P.-Sucht suchst gibt es da sicherlich andere Gründe.
.

Nein, ich meinte während die P.-Sucht schon vorhanden war, ob es dort zu Erlebnissen psychosozialer Art kam,
die Deiner Meinung nach anders hätten verlaufen können ohne Suchtverhalten (ich meine jetzt nicht primär Deine Ehebeziehung)?

LG BoH
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#14
(16.03.2019, 14:18)BoH schrieb: Nein, ich meinte während die P.-Sucht schon vorhanden war, ob es dort zu Erlebnissen psychosozialer Art kam,
die Deiner Meinung nach anders hätten verlaufen können ohne Suchtverhalten (ich meine jetzt nicht primär Deine Ehebeziehung)?

LG BoH

Das kann ich nur schwer beantworten, ich habe schon ein ganz normales Leben geführt und die Sucht nur dann ausgelebt wenn die Möglichkeit dafür da war also idR spät am Abend und nachts. Es kam sicherlich schon vor das ich gereizt war oder ich mich zurückgezogen habe, aber ob das jetzt so massiv war, ich glaube eher nicht.
Bereiche die durchaus gelitten haben sind mir schon bewusst wie z.B. mein Gebetsleben. Ich bin durchaus ein aktiver Beter, aber in den Jahren der Sucht ist das viel weniger geworden und jetzt wo ich mich befreit fühle bete ich wieder mehr.
Mein virtueller Gedenkstein, Eben-Eser:
Ich bin hier, nicht weil ich irgendetwas gut oder richtig gemacht habe, sondern weil ER mich trotz allem immer noch liebt.
Bis hierhin hat der HERR mir geholfen, ich vertraue weiter auf IHN, nur mit seiner Hilfe kann es gelingen!
Frei nach 1. Sam. 7,12
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#15
Guten Abend Chain,

danke für Deine Antwort. Es sieht so aus, als ob die Gabe des
Gebetes bei Dir besonders ausgeprägt ist. Davor hat der
Widersacher Angst. Im Umkehrschluss war diese Gabe
während der Zeit Deines Ausagierens daher besonders blockiert.

Diese Art der Zusammenhänge finde ich sehr wichtig.
Cui bono? Wem nutzt es am meisten, wenn Menschen
gebunden sind und nicht in ihre wahre Bestimmung
kommen? Immer dem, der gegen Gottes Plan arbeitet.

Sich dessen bewusst zu sein, kann eine sehr starke
Kraft und Motivation auslösen, gerade im Sattel zu bleiben
und die eigene Heilung nicht aus den Augen zu verlieren.

LG BoH
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#16
Hallo BoH,

vielen Dank für deine Worte. Das bestätigt was ich immer schon geahnt habe bzw. im Herzen wusste.
So wie du sagst ist Gebet bei mir eine Gabe die ich auch (wieder) so auslebe.

Heute habe ich mir eine Predigt von Johannes Hartl angehört: Am 6. Tag schuf Gott des Sex. Unter anderem ging es um 1. Petr. 3,7 " Ebenso gilt für euch Männer: Euer Verhalten gegenüber euren Frauen soll von Achtung geprägt sein. Begegnet ihnen verständnisvoll, denn sie sind die Schwächeren. Und vergesst nicht, dass sie wie ihr das ewige Leben von Gott geschenkt bekommen, damit eure Gebete nicht vergeblich sind. " (Neues Leben Übersetzung)
Das zeigt ganz klar was bei mir "passiert" ist.

Und, es ist genau wie du schreibst, auch das ist eins von vielem das mich motiviert wirklich die Heilung zu suchen und frei von P. zu leben. Ich merke wie Gott mich in seiner Gnade wieder zurückversetzt und ich die Gabe wieder ausüben darf. Ich bin IHM so unedlich dankbar dafür.
Mein virtueller Gedenkstein, Eben-Eser:
Ich bin hier, nicht weil ich irgendetwas gut oder richtig gemacht habe, sondern weil ER mich trotz allem immer noch liebt.
Bis hierhin hat der HERR mir geholfen, ich vertraue weiter auf IHN, nur mit seiner Hilfe kann es gelingen!
Frei nach 1. Sam. 7,12
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#17
Guten Morgen Chain,

Zitat:Das bestätigt was ich immer schon geahnt habe bzw. im Herzen wusste.
So wie du sagst ist Gebet bei mir eine Gabe die ich auch (wieder) so auslebe.

Sehr schön formuliert. Es ist die wahre Bestimmung, die im zeitlosen Bereich unseres
Herzens lebt, dort wo wir ganz eins sind mit dem, was der Schöpfer für uns geplant hat.

Und der Widersacher geht genau in diesem Punkt oft sehr geschickt vor, indem er nicht
alles gleich raubt, sondern er lässt einen Teil zu, damit es nach Leben und Weiterentwicklung
aussieht und gleichzeitig korrumpiert durch verschiedene Einflüsse einen anderen Teil, so
dass der betreffende Mensch mit einem geteilten Herzen unterwegs ist und harmlos bleibt.

Dies kann z.B. dadurch passieren, dass er jemanden in eine Ehe mit einem narzisstischen
Partner lockt. Nach außen sieht alles eine ganze Zeit lang gut aus, auch materiell stimmt
es und die Kinder machen hohe Schulabschlüsse. Doch in der Tiefe sitzt der Borkenkäfer
und zersetzt Herz und Seele Stück für Stück. Hinter verschlossener Tür findet ein Märtyrum
statt, zu dem Außenstehende keinerlei Zugang haben.

"Ich weiß gar nicht was Du hast, ich kann das nicht nachvollziehen, was Du sagst,
Dein Mann/Deine Frau ist doch immer so nett und humorvoll, bist Du nicht vielleicht
ein wenig überreizt zur Zeit und dadurch etwas undankbar? Sei doch froh, dass es
Euch so gut geht. Sieh' Dich einmal in der Welt um..."

Das Problem sind nicht die Differenzen, die in jeder Ehe irgendwo vorkommen.
Sie kommen und gehen und trotzdem fühlen sich die Ehepartner geborgen.

Das Problem ist eine langsam fortschreitende Zersetzung der inneren Berufung
eines Menschen und dort genau an dieser Stelle trennt sich die Spreu vom Weizen.
Der Narzisst (ob männlich oder weiblich) saugt seinen "Wirt" förmlich aus,
ähnlich wie eine Spinne einen gefangenen Schmetterling aussaugt, nachdem sie
ihn mit seidenen Fäden (analog: der Manipulation) umwickelt hat.

Dadurch wird es dem Schmetterling unmöglich, seiner wahren Bestimmung zu
folgen und sich auf einer schönen Blumenwiese zu zeigen, zur Erbauung derer,
die es sehen können. Auch die Macht, die hinter einer Sucht steht, wirkt wie
eine solche Spinne. Es lohnt sich, einmal die Szene aus Herr der Ringe anzusehen,
in der Frodo in dieses Labyrinth der Spinnen gerät. Diese mythischen Analogien
machen sehr deutlich, worum es geht.

Wer jemals aus einem solchen Spinnennetz entronnen ist, bevor es zu spät
war, weiß, was er oder sie dem HERRN JESUS verdankt, dem großen BEFREIER und
HEILAND.

LG BoH
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