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33 Jahre verheiratet
#1

Nach 2 Monaten rumsuchen auf dem Internet habe ich gestern Abend endlich 'love is more' gefunden. 

Wollt ihr euch durch eine lange Geschichte durchlesen?

Ich bin 33 Jahre verheiratet, wir haben 4 Kinder. Kennengelernt haben wir uns auf einer Bibelschule! Nach der Hochzeit zogen wir in sein Heimatland. Ich habe also alles für ihn zurückgelassen: Familie, Freunde, Arbeit, Land, alles.
Es waren keine leichten Jahre. Er hat praktisch jede Arbeit verloren, wurde wirklich überall gekündigt, unzählige Male, aber durch Gottes Gnade konnte er sich vor etwa 10 Jahren selbstständig machen und das geht sehr gut.
Es gab überall Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, auch in den Gemeinden. Also hinter uns gibt es eine breite Spur von kaputten Beziehungen und inzwischen sind wir ganz allein. Wir haben zwar noch eine Gemeinde, müssen dafür aber 2 Std fahren wenn wir Geschwister sehen wollen.
Lange dachten wir, dass mein Mann Asperger Autist ist, inzwischen vermute ich allerdings, dass er Narzist ist.
Vor 2 Monaten hat er mir gestanden dass er während einer christlichen Konferenz eine Prostituierte aufgesucht hat. Er hat gefürchtet dass er sich mit einer Krankheit angesteckt hat und damit auch mich und deshalb fühlte er sich verpflichtet, es mir zu sagen. Gleichzeitig sagte er auch, dass er sofort danach zu einem Bruder gegangen sei um diese Sünde ans Licht zu bringen. Das stimmt.
In diesen 33 Jahren gab es immer wieder Momente, wo ich auf Pornographie gestossen bin: Telefonsex, Internet, .ertappt beim Masturbieren..ihr kennt das ja. Mir wurden die unglaublichsten Lügengeschichten aufgetischt, bis endlich die Wahrheit gestanden wurde. Es gab die verrücktesten Schuldzuweisungen. 
Vor etwa 12 Jahren hatte er ein Problem auf der Arbeit wegen einem 16jährigen Mädchen. Dieses Mädchen  fühlte sich sexuell belästigt durch meinen Mann, die Polizei wurde eingeschaltet und natürlich wurde er wieder einmal arbeitslos. Kollegen von ihm sind befreundet mit Leuten aus unserer Strasse, ich bin also sicher, dass die ganze Strasse davon weiss. Gleichzeitig war er der gute Christ! Was habe ich mich geschämt. In dem allem musste ich alleine durch, alles alleine verarbeiten, hatte niemanden zum reden. Bis auf die Affäre mit dem Mädchen, da konnte ich mein Herz einer älteren Schwester ausschütten, aber die lebt nicht mehr;
Ich habe nie an Scheidung oder Trennung gedacht. Immer wieder wurde mir beteuert dass alles vorbei sei und immer wieder neu habe ich ihm vergeben und mich ihm ganz neu hingegeben und ihm 100% Vertrauen geschenkt.
Nun gehen mir aber immer mehr die Augen auf. Ich erkenne, dass wir noch nie eine Ehe ohne Porno hatten. Dass wir so IN die Ehe gingen. Dass es eine Lebenshaltung war und keine einzelnen Versuchungen, in die er dann gefallen ist. Dass es noch nie eine Zeit gab, in der unser Ehebett unbefleckt war.
Ich habe mich ihm nie enthalten. Auf mir lag der furchtbare Druck, dass ich ihm Sex geben muss, damit er nicht sündigt. Er gibt zu, dass er diesen Druck auf mich gelegt hat und mich verantwortlich gemacht hat für sein Fallen.
In den ersten 4 Wochen nach seinem Geständnis habe ich kaum mit ihm geredet. Hauptsächlich nur über email. Ich dachte, mal abwarten, wie leid es ihm wirklich tut. Schon einen Tag nach seinem Geständnis wurde er wütend, auf mich und die Kinder, es gab wieder Schuldzuweisungen (die Kinder sind erwachsen, die Jüngste ist schwerbehindert, 1 Kind ist ausgezogen, die Kinder wissen nichts konkretes). Dann wurde zwischenzeitlich auch gedroht mit Selbstmord, aber ich blieb zum ersten Mal hart. Ich fühlte, dieses Mal darf ich um des lieben Friedens willen nicht sofort nachgeben. natürlich habe ich auch nicht mit ihm geschlafen, schon alleine wegen dem AIDStest nicht. Das hat es in 33 jahren noch nie gegeben. "ja, ja, ich verstehe, dass du mir nicht mehr vertraust. ich verstehe, dass du Zeit brauchst usw." Aber ich merkte einfach, da ist wenig Reue, da ist keine Einsicht, da ist keine echte Umkehr. Er ist sich gar nicht bewusst davon, was er mir angetan hat.
Nach 4 Wochen wurde er rasend. Hat mich fürchterlich bedroht. "wenn sich hier nichts ändert, dann werden hier schreckliche Dinge passieren".
Ich habe seinen Seelsorger und meinen angerufen und ihnen gesagt dass ich ernsthaft darüber nachdenke um 2 Wochen zu meiner Mutter zu gehen. Sie unterstützten mich darin. Also habe ich in Windeseile alles gepackt, als er weg war, meine behinderte Tochter angezogen, ungewaschen ins Auto gesetzt und bin 730km allein gefahren! Hatte ich noch nie gemacht, aber es war, als ob Engel mich tragen. Es ging sooooo gut! PTL.
Dann endlich kamen die whatsups und smsen, dann endlich wollte er richtig reden. Aber ich konnte nicht. habe ihn gesperrt und 2 Wochen keinen Kontakt gehabt.
Dann ist er vollends eingestürzt. Ich vermute dass er wieder mit Selbstmord ankam, denn sein Seelsorger hat ihm dringend geraten, sich in der Psychiatrie aufnehmen zu lassen. Die nehmen aber nur leute in Krisen, die alleine sind und meine 2 erwachsenen Kinder waren ja zu Hause. Er hat wohl die ganze Nacht geweint und es war sehr schwer für meine Kinder.  Meine Tochter nimmt inzwischen Antidepressiva weil sie Panikanfälle bekommt.
In der Psychiatrie können sie ihm nicht helfen, denn sein Verhalten sei 'normal' für einen Autisten. Er macht nun einen intensiven Internetkurs auf englisch, wird engmaschig von seinem Seelsorger betreut (übers Telefon) und ich sehe, dass ihm langsam die Augen aufgehen.
Nicht nur über sein Sexualverhalten, aber auch über sein tyrannisches Herrschen in der Familie, sein 'alles muss sich um mich drehen', seine ungeheuer grossen Erwartungen an mich und die Kinder, seine vulkanartigen Wutanfälle, in denen er vor allem mich in Hölle und Verdammnis geschrien hat, seine ungeheueren Schuldzuweisungen, seine ständige Kritik an allem (wieso habe ich keine frischen Socken usw),. Communication gab es sowieso schon lange nicht mehr. Er durfte reden, der rest hatte schweigend JA zu nicken. Widerstand wurde 'belohnt' mit gewaltigen Wutanfällen. Und gleichzeitig wollte er der Gemeindeleiter sein über unser kleines Grüppchen hier. Ich konnte schon aufgrund seines 'normalen' Verhaltens seine Predigten nicht mehr ernst nehmen, mir waren das alles leere Worte.  Diese Gruppe ist nun sowieso aufgelöst.
Um ehrlich zu sein, die Kinder und ich mussten uns eine sehr dicke Haut zulegen, um nicht kaput zu gehen und wir hatten auf die Dauer sowas wie 'zum einen Ohr rein, zum anderen raus'.

Sein Seelsorger sagt, er hab nun die ganze Zeit Sieg. Das ist natürlich wunderbar. Und er würde ein wenig erkennen was er uns all die Jahre angetan hat.

Aber ich, ich bin so wütend!! Und so bitter!!!Alles habe ich aufgegeben für ihn, immer bemüht, den Frieden zu bewahren. Diese ungeheure Last auf mich genommen: ich muss mit ihm schlafen sonst bin ich schuld wenn er in Sünde fällt. Er war ein totaler Energieräuber, ich hatte keine Kraft mehr um soziale Kontakte und Freundschaften zu pflegen, (ich bin natürlich auch an Haus gebunden wegen meiner Tochter), ich konnte nur noch alleine spazierengehen, weil ich dabei nichts mehr zu geben brauchte, an niemanden. 
Fazit: wir sind jetzt ganz allein! 

Das alles mach mich so wütend! 

Jetzt ist der Moment gekommen wo ich mich frage: warum schmeisse ich ihn nicht einfach raus? Ich bin jetzt 60. Muss ich wirklich noch 20 Jahre so weiter? Sein Autismus oder Narzismus ist nicht therapierbar, seine Sexsucht vielleicht schon.
Ich habe mir all die Jahre tun lassen, habe all die Jahre mich gebeugt, alles geschluckt, alles ertragen....für was eigentlich?

Ja, ich will ihm vergeben. Aber wenn ich dran denke dass das bedeuten könnte, dass ich wieder mit ihm schlafen soll, dann dreht sich mir der Magen um. Er war ja vorher auch nicht der rücksichtsvolle, liebende Partner, der Freund an meiner Seite. Nein, er war ja der Herrscher, ohne jegliche Empathie (das sieht sein Seelsorger auch so), ein Meister im Lügen und Betrügen, ohne Einsicht wie er mit Menschen umgeht.

Meine wirklich grosse Angst ist, dass Gott von mir erwartet, dass ich wieder das Bett mit ihm teilen muss.
ich will (ungern, aber gut...) seine Wäsche waschen, sein Essen kochen usw., aber ich will keine Ehe mehr führen.

Erkennt ihr das? Ist das eine Phase die dazu gehört?
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#2

Willkommen im Forum, auch wenn der Anlass so ein trauriger ist.



Ich habe den Artikel gelesen und bin erschüttert ;(

Ich will dir schreiben, dass ich für euch bete, dass Gott besonders dir und deinen Kindern in dieser so unvorstellbar schlimmen Situation SEINEN übernatürlichen Frieden, SEINE Freude(Phil 4,4-7), seine Weisheit (Jak 1,5) und SEINE Kraft schenkt! Dass ihr gerade hier Gott euren Vater und euren Freund als Beistand erleben dürft, wenn grad alles andere zusammenbricht! Ich bete auch für Freunde in Christus, bei denen ihr euch einfach nur ausweinen könnt und nix geben müsst! Ich bete auch für deinen (noch?) Mann, dass er radikal mit seinem heuchlerischen Leben bricht und erkennt, was für eine wertvolle Perle Gott ist, für den es sich lohnt, ALLES aufzugeben!(Mt 13,44-46)

Ich denk irgendwie grad an Ps 46.

Ich wünsch euch WIRKLICH ALLES GUTE und Gottes reichen Segen!
tmp
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#3

Vielen Dank, tmp, für deine lieben Worte und danke besonders für deine Gebete.

Es ist verrückt, aber ich Moment habe ich einfach Angst vor Gott. Ich muss immer an das Wort denken aus Korinther "die Frau leiste dem Mann die schuldige Pflicht".
Ich kann es kaum ertragen dass mein Mann nun hier auf dem Sofa sitzt und dass ich ihn den ganzen Sonntag um mich herum haben muss. Wie also soll ich noch jemals 'die schuldige Pflicht' leisten?

Zuerst schwankte ich zwischen rasender Wut und totaler Gleichgültigkeit. Ich war kaum fähig meine Hausarbeit zu machen. Ich dachte immer, wenn ich doch nur mal weinen könnte.
Jetzt verändern meine Gefühle langsam in eine grosse, ständige Traurigkeit. Wut, Bitterkeit und Trauer wechseln sich ab. Und ich bin so unsagbar müde.

Nicht nur wegen der 33 Jahre Untreue, Hurerei, Unreinheit, sondern wegen ALLEM. Wäre er in all den Jahren doch noch ein liebender Ehemann und Vater gewesen, ein Freund, ein Kamerad und hätte nebenher unrein gelebt, vielleicht wäre diese Ehe mir dann mehr wert und hätte ich noch den Wunsch zu kämpfen.

Mein Gottesbild ist halt auch verformt, denke ich. In den letzten Jahren wusste ich oft nicht mehr, wo 'mein Mann aufhört und Gott anfängt". ich weiss nicht ob man das versteht, ich konnte beide nicht mehr echt trennen.

Aber du hast mir Phil 4 geschickt. Daran will ich mich jetzt festhalten.
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#4

Habe gerade eine Antwort weggeschickt, aber vergessen mich zuerst an zu melden. Traurig

ich lese dass es hier online Kurse gibt für betroffene Ehefrauen, aber wo genau finde ich die?
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#5

Liebe NOMORELOVE,

normalerweise schreibe ich nicht im Ehefrauen-Forum, von daher bin ich auch gleich wieder weg hier.
Ich würde Dir gerne im Allgemeinen Diskussionsforum antworten, vll. stellst Du solche wichtigen
Beiträge auch dort parallel ein?

Gruß BoH

PS: Dieser Beitrag wurde am 25.08.2019 gekürzt, da Situation inzwischen verändert ist und weiterer Diskussionsverlauf (nicht nur für Ehefrauen) im offenen Forum parallel läuft.
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#6

Hallo BoH

kannst du es einfach rüberkopieren?

Das war ja genau was ich auch dachte. Ich habe ihm das auch gesagt. Ich möchte nicht als Schlagzeile in der Zeitung enden.
Er sagt, er habe das so nicht gemeint und er wisse oft auch nicht mehr nach einem Wutausbruch, was er eigentlich gesagt habe.
Aber es gab mehrere Fälle in den 33 Jahren, in denen es fast um Leben und Tod ging.

Er macht einen intensiven englischen Kurs auf dem Internet. Ich weiss nicht was es ist, es ist sehr intensiv und sein Seelsorger sagt, er sei jetzt frei.
Vielleicht ist es das Gleiche was ihr hier anbietet, ich weiss es nicht.

Sein Seelsorger sagt, er würde wirklich sein Bestes tun.

Muss ich wirklich so eine Angst haben?

Meine Tochter, 30, sucht sich momentan eine Wohnung. Mein Sohn, 33, wohnt noch zu Hause, aber der könnte sich ja sicher verteidigen. Es tut mir nur so leid um ihn, um ihn mit de mVater sitzen zu lassen.
Ausserdem habe ich natürlich noch die behinderte Tochter, 23, und unser Haus ist sehr praktisch. Eine neue Wohnung suchen, mit Lift und Dusche gross genug usw. ist natürlich schwer.
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#7

Liebe Nomorelove!
Puff, ich habe erst jetzt deinen Eintrag gesehen und bin wieder einmal sehr betroffen - wie leidvoll unsere Geschichten sind als Ehefrauen von Sexsüchtigen, wie scheußlich wir uns betrügen lassen über so lange Zeit, was du alles ausgehalten hast, das kann man kaum in Worte fassen, was da an Leid in deinen Zeilen herüberschwappt.
 Es tut mir im Herzen weh deinen Eintrag zu lesen, besonders den Teil, wo du schreibst, du kannst dir nicht vorstellen mit deinem Mann zu schlafen und hast ANGST VOR GOTT, DASS GOTT DAS VON DIR VERLANGT.
 Liebe Nomorelove, Gott verlangt sowas definitiv nicht von dir. Gott ist Liebe!!!! Er liebt dich, Er hat Pläne des Heiles, warum sollte Er von dir verlangen mit deinem Mann zu schlafen, wenn du verletzt, beschämt, vernachlässigt …. bist, gerade durch das Verhalten, Sexsucht deines Mannes.
 Bitte, Gott verlangt nicht von dir mit deinem Mann zu schlafen, bitte glaub sowas nicht.
Zu deiner Frage: es gibt einen online-Kurs unter www.loveismore.org bzw https://geheiltesherz.de/ - da erzählt Inka in dem Online-Kurs "Geheiltes Herz" von der langjährigen Pornosucht ihres Ehemannes Jeremy.
Zu was ich dir dringend rate ist regelmäßige psychotherapeutische Begleitung, oder Beratung beim weißen Kreuz; bei jemanden, der sich auskennt bezüglich Pornographie-, Sexsucht. Boh hat die Co-Abhängigkeit angesprochen. Bitte kümmere um dich und zusammenhängend damit um deine Kinder. Du brauchst nicht hin und wieder einen Ort, an dem du alles aussprechen kannst, sondern regelmäßig, 1x/Woche zum Beispiel. Gott will deine Heilung! Denk mal nur an dich - auch um deiner Kinder willen und nicht was dein Mann braucht um von der Sucht loszukommen.
Auch ich bete für dich!
 Im September beginne ich wieder die Online-Selbsthilfegruppe. Falls du Interesse hast, kannst du mir gerne eine private Nachricht schicken.
Bitte hab keine Angst vor Gott! Gottes Geist gibt Freiheit, Frieden im Herzen, ….aber sicher keine Angst. Gott hat immer offene Arme und wartet auf dein Kommen. Er will dich trösten, aufrichten, dir Mut zusprechen. Er will dich sicher nicht versklaven!!!!!! Du bist Seine Tochter, Sein Königskind, keine Sklavin!!!!!! Sei umarmt, ich schließe dich in meine Gebete ein. Judith Heart
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#8

Danke Judith

wie seht ihr das, sollten die Kinder (33,30,26) wissen was los ist? Sie wissen dass es schwerste Probleme gibt, sie sehen dass die betten auseinander geschoben sind und so weiter. Aber es ist ihr Vater , den sie doch ehren und respektieren sollten.
Sie leiden natürlich auch schon jahrelang unter der Herrschsucht ihres Vaters.

Mein Mann war ja beim Psychiater. Dort sagte man ihm angeblich (war ja keiner dabei), dass sie ihm nicht helfen können, denn Pornographie und Sexsucht gehöre nun mal zu einem Autisten. Das sei doch kein Problem.
Das konnte er natürlich nicht akzeptieren, er will ja wirklich frei werden.
Nur nebenbei, er wurde nie auf Autismus getestet sondern hat sich selber getestet und da wird wohl was dran sein. Aber nachdem ich mich in den letzten 2 Monaten durch das Krankheitsbild eines Narzisten durchgelesen habe, finde ich mehr Übereinkünfte als beim Autisten.

Ich habe gerade versucht eine Verabredung mit dem Psychiater zu bekommen für mich selber und meine Fragen. Er ist in Urlaub und es dauert viele Wochen bis man eine Verabredung bekommt, sagte man mir in der Auskunft.

Weisses Kreuz scheidet aus da ich nicht in Deutschland lebe.

Und was nützt mir eine Beratung die nicht christlich orientiert ist?
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#9

Liebe Nomorelove!
Als erstes ist wichtig etwas für dich zu tun und da ist eine konsequente Betreuung/Begleitung von dir selber notwendig. Du hast einen enormen Leidensdruck, du hast so viele Fragen, dich quält so vieles und das gehört in eine Therapie bzw. Betreuung. Mir tut die Psychotherapie extrem gut und ich bete jedesmal davor, dass Gott die Therapeutin verwendet und Er tut es auch. Von Anfang an hab ich klar gemacht, dass mein Glaube an Gott zentral in meinem Leben wichtig ist. Im christlichen Bereich konnte ich bisher keine adäquate Hilfe finden, außer dieses Forum und selber bin ich in einer SHG für angehörige Ehefrauen/Partnerinnen.  Ich kann dort jeden Mist abladen und das ist sehr viel wert. Ich lerne Selbstfürsorge, da Gott möchte, dass ich mich selber liebe und annehme wie ich bin. In einer Ehe mit einem pornographiesüchtigen Mann geht vieles kaputt, das braucht Zeit und professionelle Hilfe und vor allem heraus aus der Isolation!
Was deine Frage zu deinen Kindern anbelangt: meine Kinder wissen Bescheid (alle erwachsen) und wir haben Gott sei Dank einen offenen Umgang mit diesem Thema, aber auch hier würde ich das in einer Therapie besprechen und gut vorbereiten, wenn du es deinen Kindern erzählen willst. Du bist verwundet und verletzt, du brauchst Unterstützung auf deinem Weg .
Ob dein Mann Narzisst oder Autist ist weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass Sucht isoliert, einsam macht, ichbezogen ist, alles andere ausschließt und immer mehr von der Sucht haben will.
In Österreich gibt es den grünen Kreis.
Judith
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#10

Danke Judith

ich hab vorher mal geschaut. 45 Minuten Psychotherapie kosten 50€, das wären mindestens 200€ monatlich.

Wie das funktioniert met der online Selbsthilfegruppe kann ich mir nicht recht vorstellen.

Ein Schritt steht jedenfalls schon fest: ab September besuche ich einmal wöchentlich die Kunstakademie, weiss nur noch nicht ob ich mich für Photographie oder Kunst-Kennenlern-Atelier entscheide. Kostet 300€ im Jahr Fröhlich

Vorher habe ich einen Test gemacht über Co-Abhängigkeit, ich liege im mittelmässigen Bereich. Na ja, wenn 27 Fragen das beurteilen können.

Ich wohne in Belgien! Hoffnungslos hier!

Übrigens, mein Mann macht einen Kurs bei 'Conquers'
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