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[auf eigenen wunsch gelöscht]
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#7

Guten Abend NOMORELOVE,

irgendwann im Rahmen der Suchtaufarbeitung kommt es zu emotionalen Entladungen dieser Art, wie Du sie momentan bei Deinem Mann erlebst.
Es ist eine Phase die wichtig für ihn ist und von daher heilsam. Vielleicht hast Du in den ganzen Jahren eine Panzerung aufgebaut, die Dich gelehrt
hat, die Dinge pragmatisch zu nehmen. Auch bei Dir sehe ich Fortschritte, denn Du bist nicht in die Falle des Zynismus gestolpert, in die Frauen
so leicht gelangen können, wenn sie lange genug mit einem süchtigen Ehemann eine Art WG bilden, in der jede[r] seine Wege geht. Es ist jedoch momentan noch
zu früh für romantische Gefühle. Am besten setzt ihr Euch nicht unter Druck deshalb. Wenn Du seine Phase mit "Gefühlsduselei" beschreibst, ist
das eine abgrenzende Bewertung, die jedoch gleichzeitig auch eine Entwertung darstellt. Und hier liegt das Problem bei Dir. Da er in der Suchtphase
Dich nicht wertgeschätzt hat, kommt jetzt der Bummerang auf ihn zurück. Das Ganze lässt sich nur durch bewusste Vergebung stoppen, immer wieder.
Natürlich darfst Du das empfinden, was Du empfindest. Jedoch würde ich an Deiner Stelle nicht so sehr ihn beobachten, sondern Dich auf Jesus konzentrieren.
Er ist das Idealbild jeden Mannes. Sättige Dich an Ihm und seinem Wort, dann wird Dich das Verhalten Deines Mannes auch nicht mehr so stören.
Es wird dauern, bis die neue Pflanze sichtbar wird. Das Wachstum könnt ihr nicht beeinflussen, jedoch das Gießen und Düngen und Boden auflockern.

LG BoH
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#8

Hallo NOMORELOVE,
das berührt mich sehr, was du schreibst und danke, dass du dich hier mitteilst. 
Danke ...
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#9

Guten Morgen NOMORELOVE,

in Verbindung mit einem Autisten (ich kenne das Thema aus der Praxis) finde ich es wichtig, für sich selbst zwei Räume aufzubauen. Ein Raum für mich alleine,
dort wo ich zur Ruhe kommen und meine Dinge erledigen kann. Und der zweite Raum als so eine Art Zirkuspodest, wo ich mit dem Autisten zusammen agiere.
Autisten sind genau wie wir von Gott Geliebte und er möchte sich auch an und in ihnen verherrlichen. Wer weiß, ob dadurch nicht nebenbei Heilung geschieht?
Noch ein Wort zur Bedeutung von Vergebung: Vergebung bedeutet zuerst, nach einer rational bedingten Entscheidung zu handeln, auch wenn das Gefühl noch nicht soweit
ist. Und es ist ein bewusster Akt, der durch jenen Gehorsam entsteht, den Jesus von uns im Vaterunser fordert. Vergebung steht am Ende der Wut, nicht am Anfang.
Das heißt, je nach Schwere des Vergehens, kann und darf ich Wut oder Zorn empfinden. Jedoch kann Zorn auch zur Sünde werden und ein unversöhnliches Herz
zur Falle, das Segensfluss im eigenen Leben verhindert. Deshalb ist Vergebung so wichtig. Ich erlöse damit primär nicht den anderen von seiner Schuld, sondern ich löse mich
vom anderen. Vergebung ist deshalb auch ein Schritt der Befreiung für mich.

LG BoH
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#10

Hallo NOMORELOVE,  

Weil nach diesen vielen Jahren Funktionsmodus auf LEBEN umgeschaltet wird. 

Vergebung umschreiben...ich würde sagen, dass ist erst einmal etwas, was ich mir vom Kopf her vornehme, vielleicht den anderen mit Abstand betrachte, warum er so ist, so handelt. Verständnis dafür bekommen, vielleicht Mitgefühl. Und dann die Verletzungen "weggeben". Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein...und wie wichtig Vergebung ist zeigt eben das Vater Unser Gebet. 

Es geht darum dass meine Seele frei wird von Wut, Zorn...dass meine Seele heilen kann. Also so in wenigen Worten würde ich Vergebung momentan beschreiben. 

Und da ist da noch die Liebe...und ich kann lieben, weil Jesus Christus mich zuerst liebt.

Ich selbst kenne Jesus Christus erst seit 3 Jahren...bin mit Ihm gerade auf den Weg zurück ins Leben und es ist einfach gut, dass dein Mann jetzt alles versucht und du ihm nicht die Tür weist. Und ihr habt Jesus Christus an der Hand, ihr habt das Gebet.

Wünsche euch Gottes Segen 
Birke
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