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Gefühlsduselei
#1

Hallo zusammen

mein Mann macht ja durch seine Therapie bei https://conquerseries.com/ grosse Fortschritte. 

Er war all die Jahre echt tyrannisch, man musste ihn von vorne bis hinten bedienen und wir hatten ständig das Gefühl, mit einem Vulkan zusammen zu leben, von dem man nicht wusste, wann und durch was er gleich wieder ausbrechen wird. Sein ICH stand im Mittelpunkt;
Jetzt wird ihm immer mehr deutlich, was er uns all die Jahre hindurch angetan hat. Ich gehe davon aus, dass das ein gesunder Zerbruch ist, der nötig ist um Neues entstehen zu lassen. Aber ich kann diese Emotionen nur schwer ertragen.
Beispiel: am Freitagabend gegen 23 Uhr kam ich nach Hause. Ab und zu gehe ich freitags zum Fotoclub und da hatte er auch nie was dagegen gehabt, erstaunlicherweise. Ich kam ins Wohnzimmer, er fing an zu weinen und flüchtete nach oben ins Schlafzimmer. Ich natürlich total schockiert und besorgt und das alte Muster von 'was habe ich jetzt wieder falsch gemacht' kam wieder in Panik hoch. Schlussendlich stellte sich heraus dass er schon den ganzen Abend, also etwa von 7 bis fast 11 am Heulen war, weil ihm so bewusst wurde was er uns angetan hat.
Das ist nur ein Beispiel, es gibt noch andere Vorfälle. 

Ich finde es schwierig, diese Emotionen zu ertragen. 
Ja, es ist natürlich hilfreich wenn man weiss dass es eine Erkenntnis gibt, klar, aber diese Emotionen...!!!!!
Ich empfinde es als heilsam, wenn er bestimmte Sachen erzählt die ihm deutlich wurden. So scheint seine Raserei mit dem Auto auch im Zusammenhang zu stehen mit der Sucht und es scheint sogar einen Namen dafür zu geben den ich aber vergessen habe. Ebenso dass er immer überzeugt war von dem, was ICH denke und ich ihm nie klarmachen konnte, dass ich eben genau das nicht denke. Dadurch wurde ich als Lügnerin bezeichnet. Auch das scheint ein 'normales' Verhalten bei Suchtkranken zu sein; Und so weiter. Es tut gut, wenn ich merke, dass meine "Ehemann-am-Steuer-Phobie" halt doch klare Ursachen hat, die nur beschränkt bei mir liegen, zum Beispiel. Ich bin dankbar, dass er solche Erkenntnisse mit mir teilt, obwohl es für ihn sehr demütigend ist.
Aber wie gesagt, diese riesigen Emotionen kann ich kaum ertragen. Ging/geht euch das auch so? Erkennt ihr das?
Ich möchte eigentlich damit nicht belastet werden, also mit diesem Gefühlsgebirge. Es ist so schon schwer genug. Ich kann das eigentlich nicht tragen. Muss ich es tragen? Ist es meine Aufgabe?

Zweitens: er hat sich wenig interessiert für mich und die Kinder, also für uns als Menschen mit Gefühlen, Gedanken, Erlebnissen, Fragen. Er interessierte sich eher im Sinne von Kontrollzwang für uns: "wo ist die Mama? Was tut S? Wann kommt M?" Und um uns als seinen verlängerten Arm zu gebrauchen oder als seine Schüler. Aber nicht als Partner auf Augenhöhe oder als liebender Vater.
Auch das ist ihm sehr bewusst. 
Aber jetzt schlägt es ins Gegenteil über.
Jetzt will er von jedem Gespräch, von jedem oberflächlichen blabla jedes Wort hören und verstehen. Er ist ja AspergerAutist, sehr intelligent, aber langsam von Begriff was den Alltag betrifft. Gesprächsinhalten kann er kaum folgen weil das zu schnell geht. Es ist wahnsinnig anstrengend, dass er  jetzt plötzlich alles hören und verstehen will und so wahnsinnig verzweifelt ein guter Vater sein will. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Dieses Interesse sind wir nicht gewohnt. Es erdrückt uns. Ja, klingt schlimm, aber wir sind das nicht gewohnt. Es ist uns zu viel Nähe.
Aber das ist vermutlich das Besondere an unserer Situation und nicht unbedingt vergleichbar mit eurer. Das hat vermutlich vor allem mit dem Autismus zu tun, von nicht erkennen und anfühlen wo es Abstand braucht und wo echtes Interesse , und auch, wie lange gesundes Interesse dauert ohne zu erdrücken.
Ich brauche den Abstand ganz stark, ich bin noch nicht so weit dass ich alles, was ich erlebe, mit ihm teilen möchte. Es ist mir zu intim. 

Ich bin jetzt auch auf einmal die wunderbare Frau, die er so liebt und so weiter. Und in mir schreit alles nach Abstand, nach Nüchternheit, nach ein klein wenig Stärke vielleicht auch, aber nicht nach einer endlosen Gefühlsduselei. Furchtbar!

Er versucht ein normaler Ehemann und Vater zu sein, aber uns kommt es so übertrieben vor.

Ich sehe mich sowieso (noch) nicht als Ehefrau, ich bin leer und kann nur langsam wieder funktionieren, und durch dieses Gefühlsgedusel wird der Widerstand in mir noch grösser. Er sagte mir heute morgen: du wirst das ertragen lernen müssen, denn das ist mein echter ICH. 
Oh Hilfe!
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#2

Guten Abend NOMORELOVE,

irgendwann im Rahmen der Suchtaufarbeitung kommt es zu emotionalen Entladungen dieser Art, wie Du sie momentan bei Deinem Mann erlebst.
Es ist eine Phase die wichtig für ihn ist und von daher heilsam. Vielleicht hast Du in den ganzen Jahren eine Panzerung aufgebaut, die Dich gelehrt
hat, die Dinge pragmatisch zu nehmen. Auch bei Dir sehe ich Fortschritte, denn Du bist nicht in die Falle des Zynismus gestolpert, in die Frauen
so leicht gelangen können, wenn sie lange genug mit einem süchtigen Ehemann eine Art WG bilden, in der jede[r] seine Wege geht. Es ist jedoch momentan noch
zu früh für romantische Gefühle. Am besten setzt ihr Euch nicht unter Druck deshalb. Wenn Du seine Phase mit "Gefühlsduselei" beschreibst, ist
das eine abgrenzende Bewertung, die jedoch gleichzeitig auch eine Entwertung darstellt. Und hier liegt das Problem bei Dir. Da er in der Suchtphase
Dich nicht wertgeschätzt hat, kommt jetzt der Bummerang auf ihn zurück. Das Ganze lässt sich nur durch bewusste Vergebung stoppen, immer wieder.
Natürlich darfst Du das empfinden, was Du empfindest. Jedoch würde ich an Deiner Stelle nicht so sehr ihn beobachten, sondern Dich auf Jesus konzentrieren.
Er ist das Idealbild jeden Mannes. Sättige Dich an Ihm und seinem Wort, dann wird Dich das Verhalten Deines Mannes auch nicht mehr so stören.
Es wird dauern, bis die neue Pflanze sichtbar wird. Das Wachstum könnt ihr nicht beeinflussen, jedoch das Gießen und Düngen und Boden auflockern.

LG BoH
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#3

Hallo BoH

aber muss ich das unbedingt sehen und hören, diese Tränen? Auch zB wenn er sich mit Kopfhörer einen der Vorträge anhört und auf einmal anfängt zu heulen? Könnte das nicht diskreter? Ist das zuviel verlangt? Muss ich das hören und sehen?

mein altes Muster befiehlt mir zu handeln, wenn es meinem Mann schlecht geht. Aber die 'neue' Frau sagt, nein, da muss er alleine durch. Ich darf ihm das nicht abnehmen. Und gleichzeitig kommt der Gedanke: vielleicht werde ich unbewusst ja wieder manipuliert?

Ich empfinde es eigentlich eher als respektlos wenn er mich durch sein 'Interesse' zwingt zu erzählen, was wir im Kunstunterricht gemacht haben oder wo ich spazieren gegangen bin oder was auch immer. Ich will einfach jetzt noch nicht meine tiefsten Freuden mit ihm teilen, ich will es für mich behalten. Er zwingt mich in eine normale Ehesituation dadurch, finde ich.

Würdest du bitte einmal umschreiben was du unter vergeben verstehst. Man nimmt dieses Wort so leicht in den Mund.

Ich denke sehr wenig an seine Sucht, mit allem was das beinhaltet hat.

Aber ich habe Angst vor erneuter Hingabe und ich gebe zu, dass ich keine Liebe mehr für ihn empfinde, sondern ihn nur ertrage. Ich will eigentlich nicht mehr lieben.

Was ich vergessen habe zu sagen: mein Mann ist einfach sehr viel zu Hause seit Kurzem. Wir leben vom Tourismus und die Saison geht zu Ende und er ist fast jeden Tag zu Hause, 7 Tage auf 7 mit kurzen Unterbrechungen. Mir ist das so zuviel!!!!

Und vorher zum beispiel gab es Spannungen mit den Kindern und auch mit mir, weil ich keine Lösung wusste auf ein Problem und da ging er ins Bett. Beleidigt? Unglücklich? Verzweifelt? Um uns zu schützen vor eine m Wutausbruch? Keine Ahnung.

Ich kann diesen riesigen Berg von Gefühlen einfach nicht ertragen.

ja, auf Jesus sehen, das stimmt. nur er kann mich da rausholen.
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#4

Hallo NOMORELOVE,
das berührt mich sehr, was du schreibst und danke, dass du dich hier mitteilst. 
Danke ...
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#5

Ich möchte noch ergänzen, dass der Titel 'Gefühlsduselei' nicht auf all diese Gefühle zutrifft;
Ich unterscheide zwischen den starken Emotionen von Reue, von Sündenerkenntnis, von dem Bewusstsein was man getan und angetan hat.
Das braucht es sicherlich. Nur will ich nicht unbedingt hautnah damit konfrontiert werden.

Gefühlsduselei richtet sich auf die anderen Emotionen, die ich jetzt über mich ausgegossen kriege. dieses stândige 'ach wie freu ich mich wenn du Spass hast', "wie schön dass du daran gedacht hast", 'es freut mich so für dich dass.... ' und ähnliches.
Bei jeder Kleinigkeit!
Aber das hat sicher mit dem Autismus zu tun, wo er nicht erkennt wann es zuviel wird. Es ist zuviel! Aber wer sich nicht mit Autismus auskennt, wird nicht wirklich verstehen können was ich meine. Es ist das unnötige Eindringen in den persönlichen Raum des Anderen, Grensüberschreitung.
Und wo vorher nur Kritik war, ist jetzt übertriebenes Lob.
Das Mass fehlt.
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#6

Guten Morgen NOMORELOVE,

in Verbindung mit einem Autisten (ich kenne das Thema aus der Praxis) finde ich es wichtig, für sich selbst zwei Räume aufzubauen. Ein Raum für mich alleine,
dort wo ich zur Ruhe kommen und meine Dinge erledigen kann. Und der zweite Raum als so eine Art Zirkuspodest, wo ich mit dem Autisten zusammen agiere.
Autisten sind genau wie wir von Gott Geliebte und er möchte sich auch an und in ihnen verherrlichen. Wer weiß, ob dadurch nicht nebenbei Heilung geschieht?
Noch ein Wort zur Bedeutung von Vergebung: Vergebung bedeutet zuerst, nach einer rational bedingten Entscheidung zu handeln, auch wenn das Gefühl noch nicht soweit
ist. Und es ist ein bewusster Akt, der durch jenen Gehorsam entsteht, den Jesus von uns im Vaterunser fordert. Vergebung steht am Ende der Wut, nicht am Anfang.
Das heißt, je nach Schwere des Vergehens, kann und darf ich Wut oder Zorn empfinden. Jedoch kann Zorn auch zur Sünde werden und ein unversöhnliches Herz
zur Falle, das Segensfluss im eigenen Leben verhindert. Deshalb ist Vergebung so wichtig. Ich erlöse damit primär nicht den anderen von seiner Schuld, sondern ich löse mich
vom anderen. Vergebung ist deshalb auch ein Schritt der Befreiung für mich.

LG BoH
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#7

Ja, selbstverständlich liebt Gott Autisten genauso wie Nichtautisten. Ein Autist kann nichts dafür, dass er als Autist geboren wurde. Und Gott hat selbstverständlich einen Plan damit.
Nimmt nicht weg dass allein die Tatsache, mit einem Autisten verheiratet zu sein, in den meisten Fällen sowieso in Scheidung endet, also sowieso sehr schwer ist. Nun, ich habe es bereits 33 Jahre getragen. Ihn überall entschuldigt und verteidigt, versucht Verständnis für ihn zu schaffen. Versucht, mich an ihn anzupassen.

Er ist ja nun auch dafür in intensiver psychiatrischer Therapie hier vor Ort.

Aber nun haben wir ja diese Suchtkrise dazu!
Und er ist nun fast 24 Std auf 24 , 7 Tage die Woche zu hause, bis auf kurze Unterbrechungen (Psychiater, Friseur, ab und zu Arbeit).
Um mir also einen Freiraum zu schaffen, muss ich weg gehen. Davor konnte ich in den Garten flüchten, jetzt ist es zu kalt.
Ich flüchte jetzt praktisch weg von zu Hause weil es mir zuviel wird.
Davor sass er ja noch im Büro, ein Raum der durch eine grosse Öffnung mit der Wohnküche verbunden ist. Also nicht im stillen Kämmerlein, sondern mit Blickkontakt in Wohnzimmer und Küche. Seit neuestem sitzt er aber ständig im Wohnzimmer, also noch näher dran und ich kann mich beim besten Willen nicht entspannen in seiner Nähe.

Und ich hätte einfach gerne gewusst, ob andere Frauen das auch so erlebt haben, dass sie fast ertranken oder erstickten in den Gefühlen ihres Mannes.

Du hast das Wort Vergebung mit dem Wort Vergebung erklärt. Aber WAS IST Vergebung? Wie kann man Vergebung umschreiben ohne das Wort zu benutzen?
Ich lebe mit meine Mann zusammen, ich sorge für ihn, ich koche, putze, wasche, es gelingt mir um Gespräche zu führen solang sie nicht zu lange dauern, aber ich schaffe es noch nicht, um ihn zu nahe an mich heran zu lassen. Das erfüllt mich mit ständigen Schuldgefühlen.
Aber ich bete, Herr zeige du mir deinen Weg, schaffe Du das Wollen und vollbringen, ich kann es nicht. Ist das unversöhnlich?

Wir haben drei Faktoren in unserer Ehe, von denen statistisch gesehen jeder einzelne zu einem Grossteil zur Scheidung führt:
-ein schwerbehindertes Kind
-Autismus
-Sucht
ich sehe aber inzwischen keinen Grund mehr um meinem Mann die Tür zu weisen, da er ja Busse getan hat udn an sich arbeitet.

(07.10.2019, 20:51)Birke schrieb:  Hallo NOMORELOVE,
das berührt mich sehr, was du schreibst und danke, dass du dich hier mitteilst. 
Danke ...

Birke, warum?
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#8

Und was verstehst du, BoH, hierunter?

in Verbindung mit einem Autisten (ich kenne das Thema aus der Praxis) finde ich es wichtig, für sich selbst zwei Räume aufzubauen. Ein Raum für mich alleine,
dort wo ich zur Ruhe kommen und meine Dinge erledigen kann. Und der zweite Raum als so eine Art Zirkuspodest, wo ich mit dem Autisten zusammen agiere.
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#9

Hallo NOMORELOVE,  

Weil nach diesen vielen Jahren Funktionsmodus auf LEBEN umgeschaltet wird. 

Vergebung umschreiben...ich würde sagen, dass ist erst einmal etwas, was ich mir vom Kopf her vornehme, vielleicht den anderen mit Abstand betrachte, warum er so ist, so handelt. Verständnis dafür bekommen, vielleicht Mitgefühl. Und dann die Verletzungen "weggeben". Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein...und wie wichtig Vergebung ist zeigt eben das Vater Unser Gebet. 

Es geht darum dass meine Seele frei wird von Wut, Zorn...dass meine Seele heilen kann. Also so in wenigen Worten würde ich Vergebung momentan beschreiben. 

Und da ist da noch die Liebe...und ich kann lieben, weil Jesus Christus mich zuerst liebt.

Ich selbst kenne Jesus Christus erst seit 3 Jahren...bin mit Ihm gerade auf den Weg zurück ins Leben und es ist einfach gut, dass dein Mann jetzt alles versucht und du ihm nicht die Tür weist. Und ihr habt Jesus Christus an der Hand, ihr habt das Gebet.

Wünsche euch Gottes Segen 
Birke
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#10

Liebe Nomorelove,
ich glaube, ich kann ein wenig verstehen was du meinst. Ich kenne mich zwar mit Autismus nicht wirklich aus, aber es gab auch in meinem Leben Zeiten in denen ich dachte ich muss in der Gegenwart meines Mannes ersticken. Ich habe damals gemerkt, wenn ich nicht den Schritt heraus schaffe, gehe ich kapputt. Ich habe damals eine Arbeitsstelle angenommen bei der ich oft abends und am Wochenende arbeiten musste. Nach außen hin habe ich den Leuten erzählt, dass ich das mache, weil wir dann keinen Babysitter brauchen und ich trotzdem was dazu verdienen kann. Mein Mann war ja dann zu Hause. Im Rückblick muss ich sagen ein sehr riskanter Schritt, dennn es hätte auch schief gehen können und mein Mann hätte die Situation für Misssbrauch an den Kindern nutzen können. Gott war gnädig und hat meinen Mann und die Mädels bewahrt.

Was ich aber sicher sagen kann, ist, dass ich diese Zeit nicht überstanden hätte, wenn ich nicht immer wieder auf die Arbeit hätte flüchten können.
Inzwischen sind wir an dem Punkt, dass unsere Kinder groß sind und wir uns mehr gemeinsame Zeit als Paar wünschen würden. (wir sind da gerade auf der Suche nach Lösungen).
Außerdem hat die Arbeit meinem Selbstwert und meiner Heilung sehr gut getan. Ich konnte merken ich werte geschätzt, ich kann etwas. All das hatte ich über die Suchtjahre vergesssen.

Ich weiß, dass du das nicht kannst, weil du ja deine Tochter pflegen musst. Ich wollte es dir aber trotzdem schreiben, denn du schreibst "kennt diese Gefühle jemand "und ja, ich kenne sie.

Ich wünsche dir, dass auch du es schaffst, dir Rückzugsorte zu schaffen und ich hoffe, dein Mann kann verstehen, dass auch du Zeit brauchst, bis du wieder vertrauen kannst. Viele Jahre Missbrauch und Demütigung lassen sich nicht von heute auf morgen auslöschen, auch wenn man vergeben hat.

Ganz liebe Grüße
Anja
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