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Umgang zwischen Mann und Frau nach 1. Kor. 7 - Erfahrungen im Licht der Bibel betrachtet
#1

Oft wurde und wird immer noch Paulus als ein Frauenfeind bezeichnet.
Viele Stellen der paulinischen Briefe dienen heute dazu, den postfeministischen
Einfluß auch in Kirchen und Gemeinden zu vergrößern.

"Frauen in Führungspositionen", lautet die Ansage. "Daß wir schweigen und
nicht predigen sollen, ist ein Überbleibsel des männlichen Patriarchats, weg
damit! Frauen befreit Euch von jeglicher Bevormundung und Unterdrückung
durch den Mann!" Und daraus folgt dann auch noch "Jesus war ein cooler
Typ, der versucht hat, anderen Menschen zu helfen und bei dem alle Frauen
immer gleichberechtigt waren.." usw.

Weshalb bringe ich diese Einleitung?

Um einiges richtigzustellen. Gleich den ersten Fers 1. Kor. 7,1. Dort heißt es:
Zitat:Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, keine Frau zu berühren..
Was ist damit gemeint? Sind für Paulus Frauen wie Tiere? Wie Untermenschen?
Wird der "Mensch" unrein durch die Berührung einer Frau?

Nein, ganz bestimmt hat Paulus diese Stelle nicht so gemeint. Der heilige Geist
will etwas ganz anderes damit sagen, etwas Gegenteiliges sogar.

Ich werde jetzt aus eigener Erfahrung diese Stelle auslegen:

Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Seele und Geist. Das muss man sich so
vorstellen wie ein superintelligent konstruiertes Kraftwerk. Überall fließen Ströme.
Kleine für die Steuerung der Schaltanlagen und große gefährliche, für den Transport
und die Versorgung der Umgebung, sowie die eigene Versorgung.

Als ich als Teenager zum ersten Mal eine Frau "berührte", merkte ich, daß dies
eine unkontrollierbare Lust (auf mehr) in mir hervorrief. Meine Gedanken- und
Gefühlswelt wurde besetzt davon. Es fängt so scheinbar harmlos an. Eine Party,
ein wenig Alkohol, ein paar Balladen, der abgedunkelte Raum, Stehblues,
Zungenkuss und dann ist Schluß? Nein, dann geht es erst richtig los.
"Wann treffen wir uns morgen wieder?"
Es hat einen "erwischt", sagt der Volksmund treffend! Die nächsten Stationen
sind vorgezeichnet, Eis essen, Kino, Bett.

Ein Kraftwerk hat sich an das andere angeschlossen, ohne vorher die Betriebsanleitung studiert zu haben. Man ist gleich in den Hochspannungsraum
marschiert, ohne zu wissen, wie das Kraftwerk überhaupt funktioniert, ob es
mit dem eigenen zusammanpaßt, ob überhaupt Strom fließen kann, oder es
nur funkt, kracht und alles am Ende kaputtgeht?

Die Frau ist nicht ein minderwertiges Monster, das man(n) nicht berühren darf,
sondern ein energiegeladenes Geschöpf, das den Mann zum Leuchten bringen
kann, wenn er die Betriebsanleitung vorher studiert! Das ist meine Interpretation
von Paulus 1. Korinther 7.1

Gott will keinen Kurzschluß, keine verbrannte Erde. Er will, daß wir als Männer
leuchten. Entweder direkt, durch den heiligen Geist (das ungeteilte Herz), oder durch die Verbindung mit einem anderen Kraftwerk (der richtigen Frau) im heiligen Geist (das geteilte Herz).

Wenn ich ohne die Betriebsanleitung zu studieren, an eine Stromschine fasse,
dann bleibe ich am Strom hängen, bis jemand abschaltet.
Wenn ich ohne die Betriebsanleitung (Gottes Wort) zu studieren, eine Frau sexuell berühre (wir reden hier nicht von einer brüderlichen Umarmung), dann werde ich  gebunden in Gedanken, Gefühlen und meinem freien Willen, was sofort mit Macht
bis zur Sucht führen kann (Beziehungs-, Romanzen-, Sexsucht).

Beiden ist eines gemeinsam. Wenn sie das "überleben", dann mit schmerzenden
Wunden.

Wieviele Jugendliche gibt es, die bereits mit 15 alles ausprobiert haben? Deren
Augen nicht mehr leuchten? Die sich nicht mehr auf eine Ehe freuen können?
Sie haben alle an den Strom gefaßt, ohne die Betriebsanleitung vorher studiert
zu haben und ihre Seele hat einen vernichtenden Stromschlag bekommen!

Aber jetzt kommt das wunderbare an der Geschichte. Es gibt einen Reparateur,
der das verbrannte Kraftwerk wieder in Ordnung bringen kann. Er kennt alle
Baupläne genauestens. Er kennt Hard- und Software bis in's kleinste Detail.

Jeder, der kaputt ist, kann IHN bitten, das Kraftwerk wieder zu reparieren!

Gemeint ist der Herr Jesus! Klar, wer denn sonst? Er hat den Meisterbrief zu Recht. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Gott, der Senior-Chef hat den Kundendienst
Jesus geschickt, damit er die kaputten Kraftwerke wieder repariert.

Im nächsten Teil werde ich dann auf 1. Kor. 7,2 eingehen.

LG BoH

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#2

Verhalten in der Ehe 2. Teil (1.Kor. 7,2-3)

Vor Kurzem war ich beim Bäcker. Vor mir, kamen einige andere Kunden an die Reihe.
Die beiden Verkäuferinnen hatten daher alle Hände voll zu tun. Trotzdem
ergeben sich in solchen Situationen immer wieder kleine Gespräche.

Unter diesen Kunden war auch ein Handwerker, der sich interessanterweise
für die eine Verkäuferin (eine sehr attraktive und anziehende Frau ca. Mitte dreißig)
interessierte. Er versuchte durch indirektes Fragen herauszufinden, ob Sie in
Ihrer Ehe glücklich sei (das alles in weniger als 30 sek.)

Es ging ungefähr so zu:

Handwerker

"Und was hatten Sie so am Wochenende bei diesem schönen Wetter unternommen?"

Verkäuferin
"Och, wir waren in München und sind dort ein wenig über den Marienplatz
getingelt"

Handwerker
"Wer ist wir, wenn ich fragen darf?"

Verkäuferin
"Mein Mann und ich"

Handwerker
"Hat er Sie doch hoffentlich ordentlich verwöhnt?"

Verkäuferin
"Ja, er hat mir ein Sommerkleid geschenkt, einfach so gekauft und es hat
gleich gepaßt"

Handwerker
"Na denne..was bekommen Sie"

Verkäuferin
"das macht genau 5 Euro 70 bitte"

Handwerker (murmelt gefrustet beim Verlassen der Bäckerei an der Tür in seinen Bart)
"ein Sommerkleid gekauft tss"

Leute, nichts gegen Handwerker, das sind wunderbare Leute. Es geht hier
nicht um einen Berufsstand. Das könnt Ihr beliebig auswechseln. Es
geht hier um eine ganz zentrale und wichtige Aussage:

In eine funktionierende und glückliche Ehe kann sich kein Fremder einmischen!

Diese oben beschriebene Szene sieht scheinbar so "harmlos" aus, daß sich jetzt
mancher fragen wird "na und? so etwas kommt doch jeden Tag überall vor..?"

Das stimmt genau! Und dennoch sehen wir an der Reaktion des Handwerkers
dort an der Türe, wo er sich nicht mehr beobachtet glaubte, daß er im Grunde
abchecken wollte, wie hoch die Chancen standen, bei dieser Frau zu landen!

Sein primäres Interesse lag also nicht an dem Thema Wochenendunternehmungen
der Verkäuferin
, sondern an der Frau selber!

Merke: Eine Ehe, die nur rein formell besteht, bietet keinen Schutz nach außen!

Die Tatsache, daß diese Verkäuferin eine glückliche Ehe führt, hat ihn davon abgehalten, weiterzumachen und Ihr vielleicht ein Angebot für das nächste
Wochenende zu unterbreiten (auch wenn das vielleicht wie eine reine Unterstellung
aussieht, macht nichts. Ich behaupte es hier einfach einmal).

Und damit komme ich zum eigentlichen Thema.
Paulus schreibt in 1. Kor. 7,2-3
Zitat:Aber wegen der Unzucht habe jeder seine eigene Frau, und jede habe ihren eigenen Mann. Der Mann leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann.
Was ist nun genau damit gemeint?
Unzucht bezeichnet in diesem Zusammenhang den außerehelichen Sex. Es ist also
gut, eine Ehe zu haben und nicht schutzlos überall mit "blanken Starkstromkabeln"
herumzufuchteln. Sex gehört in eine Ehe. Nicht um irgendwelche moralischen Thesen
zu bejahen, sondern weil es das Beste für uns Menschen ist. Gott will immer das
Beste!

Unter ehelicher Pflicht ist hier primär der sexuelle Verkehr gemeint, jedoch wird
dieser nur beglückend und erfüllend und somit von Dauer sein, wenn bestimmte
andere Voraussetzungen gegeben sind:


Agape = die Achtung vor dem Anderen, der liebevolle Umgang, auch wenn die
               Meinungen nicht immer übereinstimmend sind.

Philia   = Freundschaft, sich einander verstehen, sich alles sagen und mitteilen
               können.

Eros    = die begehrliche Liebe, die sexuelle Lust aufeinander, der sexuelle Akt
               Vereinigung, Orgasmus

Durch diese drei Eigenschaften einer guten Ehe. fließen Geist, Seele und Körper stetig und ständig ineinander, wie eine Frühlingsharmonie fliegender Schmetterlinge, die ständig eine blühende Wiese in neue Farben tauchen.

Im nächsten Teil geht es dann weiter!

Bis dahin liebe Grüße von
BoH



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#3

Verhalten in der Ehe 2. Teil (1.Kor. 7,4)

Jetzt kommt die Stelle, die es besonders in sich hat.

Paulus schreibt:
Zitat:Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau. 1.Kor.7,4

Das hat meiner Meinung nach viel mit Hingabe und Verschwendung an den/die Partnerin zu tun. Ich gebe mich hin. Bestehe nicht darauf, daß ich mit meinem
Leib tun und lassen kann, was ich will und der andere sich da nicht einzumischen
hat. Hier ist vor allem wieder der sexuelle Bereich gemeint. Das bedeutet nun nicht,
daß man den anderen einfach nehmen kann, wann immer einem danach ist, sondern
es bedeutet: ich habe mich für Dich entschieden, auch mit meinem Körper. Ich schenke ihn Dir, ich behalte ihn nicht für mich.

Wieviele Ehen gibt es, wo dieser Grundsatz nicht, oder nicht mehr beachtet wird.
Wieviel Unglück entsteht gerade dadurch. Da werden unsichbare Grenzen gezogen
und der Partner in sexuellen Dingen einfach abgewiesen. Oder es wird aus Pflichtgefühl zugelassen, als ob damit die Gefahr des Fremdgehens verringert wird, aber es existiert keine Gefühlsschwingung mehr zwischen den Partnern.

So kann auch diese Textstelle der Bibel nur dann erfüllend gelebt werden, wenn
die anderen Bereiche zwischen den Partnern auch stimmen, wie im letzten
Kapitel schon angedeutet. Das Interesse an dem Anderen, das Interesse an der
Beziehung, Verständigungs- und Verständnisbereitschaft, sind -neben anderen-
wichtige Voraussetzungen hierfür.

Im nächsten Teil geht es dann um "Entzugserscheinungen"..

LG BoH




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#4

@BoH

Das stimmt genau! Und dennoch sehen wir an der Reaktion des Handwerkers
dort an der Türe, wo er sich nicht mehr beobachtet glaubte, daß er im Grunde
abchecken wollte, wie hoch die Chancen standen, bei dieser Frau zu landen!



Dieses Verhalten (des Handwerkers) stelle ich gerade ab.
(finde ich nämlich inzwischen "sch.....!!)

Gruß
Urlauber
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#5

Hallo BoH,
dieser Beitrag von dir ist schon älter aber es wäre für mich überaus interessant, die Fortsetzung zu lesen:
Zitat:..."Im nächsten Teil geht es dann um "Entzugserscheinungen"..
Liebe Grüße
Birke
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#6

Verhalten in der Ehe 3. Teil (1.Kor. 7,5)

Zitat:Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine Zeit lang,
damit ihr euch dem Gebet widmet und dann wieder zusammen seid, damit der Satan euch nicht versuche,
weil ihr euch nicht enthalten könnt. 1Kor 7,5

Ich werde auf drei Formen des Entzugs eingehen und in diesem Thread
nur auf sexuellen und emotionalen Entzug innerhalb von Ehen eingehen.
Der Einfachheit halber wird auf Vermischungen zwischen allen drei genannten
Formen verzichtet, doch sind diese in der Praxis durchaus manchmal anzutreffen.

1. Der familiär-situationsbedingte Entzug

Hier geht es vor allem um Zeiten der Abwesenheit eines Ehepartners, sei es
durch berufsbedingte Reisen, Freiheitsentzug, Krankheit, oder auch um die
Mutter-Kind-Zeit unmittelbar nach der Geburt.

Es klingt vielleicht auf den ersten Blick logisch und nachvollziehbar, dass
hier vor allem sogenannte Sachzwänge im Vordergrund stehen und die
Verbindung zwischen den Eheleuten nicht durch sonstige Gegebenheiten
gestört ist. Eine Ausnahme bildet natürlich der Freiheitsentzug, sowie
beispielsweise ein Klinikaufenthalt aufgrund einer schweren Krankheit,
die stark stimmungs-verändernde Komponenten beinhaltet.

Doch in den meisten Fällen, wird hier die gesunde Kommunikation aufrecht
erhalten und dadurch bleibt die Beziehung auch während der Abwesenheit
eines Partners unter starkem gegenseitigen Schutz durch emotionale Nähe.

Da diese Form des Entzugs i.d.R. in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt,
sollte sie auch durch Gebet beider Partner füreinander getragen werden,
vor allem dann, wenn es sich um Geschäftsreisen handelt und der Mann
oder die Frau in fremder Umgebung ist, bzw. dort sogar übernachten muss.
Sehr schnell kann nämlich aus Verfügbarkeit auch eine Situation der Verführbarkeit entstehen,
wenn z.B. ein organisiertes "Abend-Programm" unter Kollegen oder Geschäftspartnern abgespult wird
und in Zeiten der allgemeinen Entwertung von Familie und Ehe, muss jedem bewusst sein,
worauf er/sie sich da einlässt. Momentan sind in diesem Zusammenhang auch immer stärker sog.
"Weihnachtsfeiern" in Verbindung mit Anmache in die Schlagzeilen geraten. Es ist hier wichtig,
trotz evtl. aufgelockerter Stimmung, die oft fließende Grenze zu beachten, ab wann eine
Situation übergriffig wird (dies fängt meist verbal an und wird mit dem "Spielverderber-Joker" bagatellisiert).

Auch ist bei solchen Gelegenheiten oft Alkohol mit im Spiel und/oder hierachische Abhängigkeiten erzeugen
Angst vor dem "sich abgrenzen müssen", denn es könnte ja schließlich Nachteile für die eigene berufliche
Karriere mit sich bringen. Doch an solchen Stellen ist eine klare Entscheidung gefragt: Möchte ich wegen
einer beruflichen Karriere nicht nur das eigene Seelenheil, sondern auch das meiner Frau und Kinder gefährden?

Zitat:Denn was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und sein Leben einzubüßen? Mk 8,36

2. Der manipulativ bedingte Entzug

Dieser Form des Entzugs, begegnen wir meist zuerst in subtiler Form.
Oft sind es andere Menschen, die sich wie trojanische Pferde¹ in eine Ehegemeinschaft oder Familie einschleichen und dabei
anfangs so aussehen, als würden sie gute Absichten pflegen. Da hat die Frau z.B. plötzlich eine neue Freundin, die sich als
Gesprächspartnerin anbietet. Vor allem wenn es um das Thema Schwangerschaft, Geburt und Mutterschaftsurlaub geht,
sind Frauen im Allgemeinen sehr offen für "fremde Hilfe", zumal dann auch die Tage abwechslungsreicher werden, wenn
es da eine "Freundin" gibt, die einem begleitet.

Doch Vorsicht: Manchmal ist hier nicht alles Gold, was glänzt. Es ist gerade die sanfte Manipulation, die nicht bemerkt wird.
Und zwar in der Form, dass die fremde Person sich immer mehr Vertrauen "verdient", was im Grunde erschlichenes Vertrauen ist
und somit zur Ansprechperson Nr. 1 für die junge Mutter wird. D.h. sie weiß alles und sie weiß es immer als erste. Und wie überall
wo totale Überwachung stattfindet, ist der nächste Schritt zu totaler Kontrolle nicht mehr weit. Der eigene Mann wird zum
funktionierenden Selbstläufer, schöpft keinen Verdacht (schließlich ist die Ehefrau ja nicht mit einem anderen Mann unterwegs)
und das Familienleben beschränkt sich von nun an vor allem auf das Wochenende. Doch schon bald wird die "neue Freundin"
zur Droge und das Wochenende zum "Entzug".

Denn wie sollen am Wochenende Nähe und Intimität entstehen, wenn es unter der Woche jemanden gibt, der sich hier
viel besser und länger anbietet, als derjenige, welcher am Samstag morgen ein wenig Sex braucht und am Sonntag nachmittag
irgendwo noch schnell zu Kaffee und Kuchen einkehrt? Der Mann ist hier langfristig der Verlierer. Und das Schlimme an dieser
Geschichte, niemand merkt, was wirklich gespielt wird. Bis es dann eines Tages zu spät ist, weil die emotionalen Bedürfnisse
der Frau komplett von einer dritten Person befriedigt werden, die sich langsam, d.h. Stück für Stück in die Ehe-Beziehung
eingeschlichen hat. Früher gab es dieses Schreckensbild in Form der sogenannten "Schwiegermutter", was sicherlich z.T.
auch berechtigt sein mag. Doch heute -im Zeitalter von WhatsApp und Facebook- ist das Thema sehr viel komplexer und
undurchschaubarer geworden, denn die "sanfte Verführung" begegnet uns fast überall in der Genussgesellschaft unserer Tage.

Für den Mann gilt das umgekehrt natürlich ebenfalls. Nicht selten übernimmt ein "Sport-Kumpel" diese Rolle des intimen
Ansprechpartners und der erste Weg nach Feierabend ist dann nicht der zu Frau und Kind, sondern zur Squash-Halle oder
zum Fußballplatz.

Um nicht missverstanden zu werden: Es geht jetzt nicht darum, keine Außenkontakte mehr zuzulassen oder jedem und jeder
grundsätzlich zu misstrauen. Es geht darum, die Geister zu prüfen und die damit verbundenen Absichten, bzw. Auswirkungen.
Hier ist -wie in allen Bereichen- die offene Kommunikation zwischen den Ehepartnern das beste Antibiotikum. Jeder muss offen
über seine Wahrnehmung sprechen dürfen, ohne mit Sätzen wie z.B. "Du immer mit Deiner Eifersucht.." o.ä. abgekanzelt zu werden.

Lassen Sie den anderen aussprechen was er fühlt und hören Sie genau zu. Wiederholen Sie danach das Gesagte mit eigenen
Worten in Form einer Frage "Habe ich das richtig verstanden, das Du das ................................. so und so empfindest?"

Und es gibt einen fast immer funktionierenden Indikator für echte und falsche Freunde und der heißt "Nein sagen".
Was passiert wenn ich ein Angebot ablehne? Wie reagiert dann der Freund oder die Freundin? Sauer? Vorwurfsvoll?
Echte Freundschaft verträgt auch ein "Nein" bzw. eine Trennung und Überprüfung der Beweggründe auf beiden Seiten.

Zitat:Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, aber in seinem Innern hegt er Betrug. Spr 26,24

¹ https://de.wikipedia.org/wiki/Trojanisches_Pferd

3. Der Entzug aufgrund von Streit, Machtproben und emotionaler Erpressung

Was hiermit gemeint sein könnte, brauche ich nicht weiter zu erklären. Wer in unserer Zeit mit offenen Augen durch das
Leben geht, wird selbst fündig. Seltener geht Sexentzug in westlichen Gesellschaften von der Seite des Mannes aus, meist
gehört er zum Waffenarsenal der Frau, zumindest aus meiner Erfahrung, die sicherlich nicht allgemein verbindlich ist.

Und doch hat es auch damit zu tun, dass viele unserer heutigen christlichen Männer keine Männer mehr sind, von der
Welt will ich erst gar nicht reden. Die Identifikation mit echter Männlichkeit als Identitätsmerkmal in Christus, ist vielen
abhanden gekommen, da nützen auch keine Äußerlichkeiten, wie z.B. Bärte aus der Pionierzeit des 19. Jahrunderts,
die gerade wieder groß in Mode sind. Nein, Du brauchst ihn jetzt nicht abzurasieren, wenn Du Betroffener bist.

Echte männliche Identität kommt aus dem Inneren, aus dem Herzen heraus, genauer aus dem erneuerten Herzen.
Ein Mann, der diese lebt, ruht in sich. Er kann auch die Wellen der Erregung, die Stürme der Leidenschaft ertragen,
ohne in Panik zu geraten, oder sich verunsichern zu lassen, denn sein Anker liegt in Christus. Er schwebt wie ein
Adler über einer Situation und flattert nicht aufgeregt wie ein aufgescheuchtes Huhn.

Wo sind oft die größten Zicken zu finden? An der Seite von "feminisierten Männern". Stimmt's oder nicht?
An der Seite jener Männer, die eine "Mutti" geheiratet haben und immer noch etwas erwarten, was sie
in ihrer Kindheit nicht bekamen: Anerkennung, Lob und unverdiente Liebe.
Das Ergebnis von stundenlanger Diskussion und dem Hin- und Herwälzen von Problemen, ist hier nicht
etwa eine Lösung, sondern Erschöpfung aufgrund von Kräftemangel. Frauen von solchen Männern, nehmen
sich alle Freiheiten und tanzen ihnen auf der Nase herum. Nicht selten kommt es hier zu massiven Gewalttaten,
wenn das "Maß voll ist" und der Wind sich dreht.

Wir finden mehrere Warnungen in der Bibel, was den Umgang mit Streit betrifft.
1Kor 11,16: Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.
Jak 4,1: Woher kommen Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Nicht daher: aus euren Lüsten, die in euren Gliedern streiten?
Eph 4,26: Zürnet, und sündigt dabei nicht! Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn..
Jak 1,19: Ihr wisst doch, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn!
Jak 1,20: Denn eines Mannes Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit.

Wenn der Streit nämlich erst einmal kultiviert ist, kommt es zur nächsten Stufe und das führt zu Machtproben. Aktion und Reaktion.
Ein neuer Kreislauf der destruktiven Streitkultur. In dieser Phase gehen zurückgewiesene Männer oft den leichtesten Weg zum Porno
oder zu einer Prosituierten, während sich Frauen zuerst zeitlich abwenden (wobei hier auch die "Freundinnen" aus Punkt 2 in's Spiel
kommen können) und danach auch oft genug eine Affäre mit einem anderen Mann beginnen.

Es beginnt ein Spiel, wer der Stärkere ist, wer die besseren Nerven, die besseren Karten hat und wer es am längsten aushält.
Mag dieses Spiel anfangs noch neu und aufregend erscheinen, am Ende jedoch hinterlässt es nur Verlierer und wenn Kinder
vorhanden sind, dann merken diese es zuerst, dass zwischen Mama und Papa etwas nicht mehr stimmt und sie fangen an zu
rebellieren oder ziehen sich innerlich zurück. Wenn christliche Eltern nicht als glaubwürdig empfunden werden, erschwert dies
zudem für die Kinder später den Zugang zum Vaterherzen Gottes, weil sie niemandem mehr vertrauen, wenn das Urvertrauen
zu den ersten wichtigsten Bezugspersonen -den Eltern- zerstört wurde.

Auch wenn sie Liebe und Zuwendung an "wenn dann Bedingungen" geknüpft sehen -wie es bei der emotionalen Erpressung geschieht-
werden sie eines zwar lernen, nämlich wie effektive Manipulation funktioniert, doch selbstlose Liebe werden sie sicherlich nicht
dadurch lernen und somit ist wieder der Boden bereitet für das Scheitern der Ehen in der nächsten Generation, sofern diese
überhaupt noch heiraten möchte.

Dreht sich also doch nur alles um "Sex"? Nein, doch er ist ein wichtiger Gradmesser, ob eine Ehe noch funktioniert oder nicht.
Stimmt es auf diesem Gebiet nicht mehr, dann sind alle anderen Gebiete mitbetroffen. Denn auch hier gilt:

"Wenn ein Teil des Körper leidet. leiden alle anderen mit, und wenn ein Teil geehrt wird, ist das auf für alle anderen ein Anlass
zur Freude."

BoH
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