An einem Porno ist noch kein Kind gestorben?

2018-12-07T15:58:10+00:006. Dezember 2018|Aufklärung & Information, Kinder & Jugendschutz|

Die österreichische Newsplattform „Heute“ besticht erneut mit höchst tendenziöser und reißerischer Berichterstattung. In einem Beitrag über die Ankündigung von ÖVP und FPÖ hinsichtlich möglicher Filtersysteme im Internet, bedient sich das Online-Pendent der Gratis-Tageszeitung eines ernüchterten Gastkommentars und ruft gleichzeitig zur Teilnahme an einer Umfrage auf.

Großteil für Filtersysteme

Obwohl die „Heute“-Umfrage selbst klar zeigt, dass sich 74 % der Leser für eine „Opt-In-Regelung“ ausspricht, wird im Artikel selbst bis zuletzt von „über 70%“ gesprochen, die sich „gegen eine Einführung“ von Filtern aussprechen und diese „für einen Zensurversuch“ hielten. Während sich Leser inzwischen auch in einem überwiegenden Teil der Gastkommentare für den Vorschlag der beiden Regierungsparteien – ähnlich dem aktuellen britischen Modell – aussprachen, zitiert „Heute“ weiterhin nur Gegen-Stimmen. „Pornografie sollte man lieber enttabuisieren“ oder „An einem Porno ist noch kein Kind gestorben, an Passivrauch schon“.

Nicht gleich Zensur

Safersurfing bedauert diese Art tendenziöser und unseriöser Berichterstattung zutiefst und legt höchsten Wert darauf zu betonen, dass das angesprochene Modell weder „Pornosperren“ noch Zensur vorsieht, sondern lediglich die Möglichkeit des Endnutzers, frei und direkt entscheiden zu können, ob einschlägige Inhalte angezeigt werden dürfen oder nicht. Damit diesem – aus unserer Sicht äußerst wichtigen – Anliegen ausreichend Gehör verschafft werden kann, rufen wir dazu auf, an der „Heute“-Umfrage teil zu nehmen.

 

Bildquelle: © John Schnobrich/Unsplash

 

 

 

 

 

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