„I’m a Sex Therapist and I research Porn“- So stellt sich Jo Robertson aus Neuseeland vor. Sie ist Sexualtherapeutin, Wissenschaftlerin und Trainerin bei „The Light Project“, das Jugendliche und Erwachsene dafür ausrüstet, der heutigen „Pornolandschaft“ die Stirn zu bieten.

„Many ideas in Porn are unhealthy, unethical or illegal“

Jedes vierte Kind im Alter von zwölf Jahren oder jünger kommt bereits mit Online-Pornos in Kontakt. 40-88% der Mainstream-Filme zeigen sexuelle Aggression. 94% der von dieser Gewalt Betroffenen sind Frauen. Diese und viele andere Fakten haben die Sexualtherapeutin Jo Robertson dazu veranlasst, sich der Forschung rund um Pornografie zu verschreiben und den TED-Talk „Why we need to talk about porn“ zu halten.

Für Jo ist es entscheidend, dass wir genau wissen, wie die moderne Pornolandschaft aussieht und welche Probleme und Gefahren sie mit sich bringt. Und sie plädiert offen dafür, dass darüber mit Teenagern und Kindern auch gesprochen wird.

Sexualtherapeutin: „Porn is a teacher, but not a good one“

„Ihr müsst mit den Teenagern in eurem Leben über Pornos sprechen. Das ist nicht verhandelbar.“

In diesem Video gibt sie Tipps, was wichtig ist, um eine positive Gesprächsebene zwischen Eltern und Kindern zu schaffen. Diese lauten etwa wie folgt:

„Respond with the heart“
Es ist wichtig, dass man seinem Gegenüber liebevoll begegnet und Verständnis zeigt. Man soll seinem Kind offen und nicht nur kopflastig oder mechanisch, mit vorgefertigten Annahmen, begegnen.

„Unpack the problematic messages of porn“
Zeige auf, was das Problem des Pornokonsums ist. Jo Robertson rät in ihrem Ted-Talk, dass man über die Themen spricht, die Pornos vermitteln. Verspricht uns Pornografie ein gutes Sexleben? Ist es okay, wenn Menschen in Pornos geschlagen und verletzt werden? Was bedeuten Zustimmung oder Einverständnis?

„Make a plan with them“
Zuletzt geht die Sexualtherapeutin darauf ein, dass es wichtig ist, einen gemeinsamen Plan aufzustellen. In diesem Zusammenhang kann es um Schutzfilter gehen und darum, wie man mit Gruppenzwang oder Druck umgehen kann. Es ist außerdem wichtig, dass man alle paar Wochen oder Monate auf das Gespräch zurückkommt und nachfragt, wie es dem Kind oder Jugendlichen, mit dem man das Gespräch geführt hat, heute geht.

Safersurfing kann diese Gesprächs-Ideen voll und ganz unterstützen. Es ist uns wichtig, dass Eltern und Kinder Hilfe bekommen und auch die Problematik rund um die Pornoindustrie kennen. Auf unserer Website findest viel Material zum Thema. Wenn du selbst unter einer Abhängigkeit von Pornografie leidest und Hilfe suchst, unterstützen wir dich gerne!

 

Bildquelle: © TEDTalk / Jo Robertson

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