Stopline ist eine österreichische Meldestelle für illegale Inhalte im Internet, die sexuellen Missbrauch Minderjähriger oder nationalsozialsozialistische Wiederbetätigung beinhalten. Im letzten Jahresbericht spricht Stopline von einem deutlichen Anstieg der Meldezahlen. Mit dem Jahr 2018 feiert die Meldestelle ihr 20-jähriges Bestehen. Ihre Arbeit ist wichtiger denn je.

Stopline: Vermehrt Meldungen von Kinderpornografie

Im Jahr 2017 erreichte die Meldestelle mit 8.333 Eingängen eine der bislang höchsten Meldungszahlen seit ihrem Bestehen. Das sind insgesamt 60% mehr als im Vorjahr. Von den eingegangenen Meldungen handelte es sich bei 22% um tatsächlich illegale Inhalte. Bei 97% davon handelte es sich um kinderpornografische Darstellungen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die absolute Zahl der Meldungen von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger verdreifacht. Der aufsteigende Trend setzt sich weiter fort. 2018 konnte die Meldezahlen vergangener Jahre schon „vorzeitig“ toppen. Bis Ende August hatten Stopline bereits 11.870 Meldungen erreicht.

„Seit letztem Jahr nehmen die Meldungen stark zu. Wir sind sehr gefordert“, so die Projektleitern von Stopline Barbara Schloßbauer gegenüber APA.

Ziel der Meldestelle ist es, dass die illegalen Inhalte schnellstmöglich aus dem Internet gelöscht werden. Wenn die gemeldeten Inhalte österreichische Internet Provider betreffen, werden die entsprechenden Host-Provider kontaktiert und eine Empfehlung zur Löschung des entsprechenden Inhaltes ausgesprochen. Darüber hinaus arbeitet Stopline eng mit der Strafverfolgungsbehörde in Österreich zusammen.

Kinder- und Jugendschutz oberste Priorität

Die fortschreitende Digitalisierung birgt viele Chancen, konfrontiert uns jedoch auch mit einer Reihe an neuen Herausforderungen. Die genannten Zahlen der Stopline-Meldestelle sprechen für sich. Auch minderjährige Internetnutzer stoßen immer wieder auf kinder- und jugendgefährdende bis hin zu illegalen Inhalten im Netz. Der Pornografieerstkontakt einer beachtlichen Anzahl von jungen Menschen – häufig Kindern – findet laut Studien zufällig statt. Auch deshalb ist der Kinder- und Jugendschutz im Internet ein zentrales Anliegen von Safersurfing. Hier findest du eine Reihe an hilfreichen Informationen darüber, wie Eltern ihre Kinder in Zeiten der Digitalisierung auf gute Art und Weise begleiten können.