Das Softwareunternehmen „Kaspersky Lab“ hat 1000 Deutsche über ihren Besuch von Erwachsenenseiten im Internet befragt. Dabei ging es auch um die Frage nach der Sicherheit im Internet. Im Frühjahr 2018 wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Herausgekommen ist: Pornoseiten sind eine echte Virenfalle und ein beliebtes Mittel von Cyberkriminellen.

Pornokonsum auch am Arbeitsplatz

An der genannten Studie haben 551 volljährige Männer und 449 volljährige Frauen aller Altersgruppen teilgenommen. 71,4% der Teilnehmenden bestätigen, dass sie sich auf Internetseiten mit pornografischen Inhalten bewegen. 61,1% geben an, dies täglich zu tun. Die Abendstunden zwischen 20 und 24 Uhr sind die bevorzugte Zeit, in der pornografische Inhalte angeschaut werden. Gut ein Fünftel gibt zu, auch während der Arbeitszeit auf Pornoseiten zu surfen. 6,7% der Befragten tun dies sogar häufig. Überdies benutzen 23,6% dafür ihre Dienstgeräte.

Cyberkriminelle setzen auf Schamgefühl

Cyberkriminelle nutzen die Pornofreudigkeit der Nutzer. Wie die genannten Zahlen zeigen, bieten Erwachsenenseiten im Internet eine ideale Ausgangsposition, um möglichst viele Menschen zu „erreichen“. Und es scheint zu funktionieren. Viele Studienteilnehmer tappten bereits in die Virenfalle Pornografie. 41,8% haben sich durch den Besuch einer Porno-Seite bereits einen Virus eingehandelt. Neben den hohen Zugangszahlen bringen Pornoseiten für Cyberkriminelle noch einen weiteren Vorteil mit sich: Das Schamgefühl. Vielen Nutzern ist es unangenehm ist, dass sie auf Seiten mit Erwachseneninhalten surfen. Deshalb werden die Virusinfektionen häufig nicht gemeldet. Gut ein Viertel der Studienteilnehmer hat vor lauter Scham, die Schuld für den Virus sogar schon einmal auf  andere geschoben, z.B. Familienmitglieder oder Freunde.

Virenfalle: Porno-Maleware auch auf Android

Kaspersky Lab konnte mindestens 27 verschiedene Typen von PC-Malware ausfindig machen, die dafür eingesetzt werden, die Zugangsdaten zu Websites mit pornografischem Bezahlinhalt abzufangen. 25,4% der mobilen Nutzer berichten von mindestens einem Maleware-Angriff in Verbindung mit pornografischen Inhalten im Jahr 2017. Auch Android ist mit mindestens 23 Familien von Maleware betroffen, die sich mit pornografischen Aussichten tarnen.

„Wenn es um sicheres Surfen geht, stehen Erwachsene mit heruntergelassenen Hosen da, denn viele betreiben keinerlei Cyberverhütung“ (David Jacoby,Sprecher bei Kaspersky Lab.)

Fast 10% der befragten Studienteilnehmer wissen nicht genau, ob sie auf ihrem Gerät ein Schutzprogramm installiert haben oder nicht. Gut 12% hingegen gehen fälschlicherweise davon aus, dass Maleware einem Smartphone oder Tablet nichts anhaben kann.

Für Safersurfing ist Schutz im Internet ein zentrales Thema. Besonders Familien empfehlen wir die Installation von Schutzsoftware auf allen technischen Geräten. Diese dient unter anderem dazu, pornografische Inhalte im Internet zu blockieren. Die Geräte sind so vor kinder- und jugendgefährdenden Inhalten geschützt und gleichzeitig kann die Virenfalle Pornografie nicht so schnell zuschlagen. Hier findest du weitere Tipps zum Thema Kinderschutz im Internet. Die passende Schutzsoftware gibt es in unserem Shop.

 

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