Seit Anfang Mai nennt der Bundesstaat Arizona Pornografie offiziell eine Krise der öffentlichen Gesundheit. Insgesamt ist Arizona damit einer von 15 Bundesstaaten, in denen mindestens eine Parlamentskammer Pornografie als Risikofaktor für die öffentliche Gesundheit problematisiert.

Neue Resolution verabschiedet

Mit insgesamt 16 zu 13 Stimmen und einer Stimmenthaltung wurde die entsprechende Resolution am 6. Mai in Arizona verabschiedet. Mit diesem Schritt sind bisher noch keinerlei gesetzliche Veränderungen verbunden, können jedoch zukünftig noch folgen. Besonders die Tatsache, dass Kinder mit pornografischen Inhalten im Internet konfrontiert werden, wird stark kritisiert.

Gefahr für öffentliche Gesundheit

Bereits im Februar hatte die Republikanerin Michelle Udall in einer Rede vor dem Repräsentantenhaus Arizonas auf die vielfältigen Gefährdungen durch Pornografie hingewiesen. Dabei ging es unter anderem um Negativfolgen im Bereich der sexuellen Aggressionsbereitschaft, sowie das generelle Frauenbild, das in pornografischem Material anzutreffen sei. Hier haben wir darüber berichtet.

Noch viele weitere Bundesstaaten haben sich bereits ähnlich kritisch zum Thema Pornografie geäußert. In insgesamt 15 US-Bundesstaaten gilt Pornografie offiziell als Krise der öffentlichen Gesundheit: Arkansas, Arizona, Florida, Idaho, Kansas, Kentucky, Louisiana, Missouri, Montana, Oklahoma, Pennsylvania, South Dakota, Tennessee, Utah und Virginia.

Großbritannien und Österreich

Wie könnten rechtliche Folgen jedoch nach einem solchen Beschluss aussehen? Welche Konsequenzen könnten sich daraus ergeben, Pornografie als Krise der öffentlichen Gesundheit zu bezeichnen? Großbritannien macht es vor. In diesem Jahr soll der Zugang zu Onlinepornografie nur noch dann möglich sein, wenn zuvor das Alter des Internetnutzers entsprechend überprüft wurde. Der Startschuss für diese Maßnahme war zunächst auf Anfang April festgelegt, wurde aber nun auf Mitte Juli verschoben. Unter dem Motto „Was offline verboten ist, soll auch online verboten sein“, sieht auch das derzeitige Regierungsprogramm Österreichs, eine Optimierung des Kinder- und Jugendschutzes im Internet vor. Welche konkreten Maßnahmen diesbezüglich ergriffen werden, bleibt noch abzuwarten.

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Bildquelle: ©Paul Weaver/ Unsplash