Wenn wir uns unserer Sünde bewusst werden, empfinden wir oftmals große Scham. Dies wiederum verleitet uns dazu, uns von anderen abzusondern und unsere Schuld zu verstecken. Wir landen in der Isolation. In Sprüche 28,23 lesen wir jedoch: „Wer seine Verbrechen zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lässt, wird Erbarmen finden.“ Unsere Schuld zur Seite zu schieben, kann also nicht die Lösung sein. So wie sich Schimmel am besten an verborgenen Plätzen ausbreitet, so wächst auch die Sünde dort, wo wir sie verborgen halten. Das heißt, dass wir unsere sexuelle Sünde bekennen und ans Licht bringen müssen.

Die Wichtigkeit von Transparenz

„Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung“, so sagt es der Jakobusbrief 5,16. Gott hat uns nicht dazu berufen, Einzelkämpfer zu sein. Isolation ist nicht die Reaktion auf Sünde, die Gott dem Menschen vorschlägt. Er hat uns in die Gemeinschaft von anderen Christen gestellt, mit denen wir gemeinsam auf unserem Weg zur Heiligkeit wachsen dürfen. Es kann schmerzhaft und unangenehm sein, anderen von seinen sexuellen Sünden zu erzählen. Offenheit und Transparenz sind jedoch von großer Bedeutung, wenn du wirklich frei werden willst. Erstens bringen wir damit unsere Schuld ans Licht und zweitens ermöglicht es uns, von anderen bestärkt, begleitet und im Gebet unterstützt zu werden.

Drei Strategien gegen Isolation

  • Such dir einen Rechenschaftspartner. Es ist hilfreich, einer anderen Person regelmäßig (mind. 1x wöchentlich) über deine aktuellen Kämpfe im sexuellen Bereich Rechenschaft abzulegen. Beständige Transparenz ist ein wirksames Vorbeugungsmittel gegen sexuelle Sünde und hilft dir dabei, nicht vor den Konsequenzen deines Tuns davon zu laufen.

  • Finde eine Person, bei der du dich spontan melden kannst. Das kann dein Rechenschaftspartner oder aber auch eine andere Person sein. Wenn du untertags in Versuchung komms