Karina: Mein Verlobter ist abhängig von Pornografie

2018-09-03T17:23:39+00:001. Februar 2018|Hilfe für Partnerinnen|

Karinas Verlobter Phil Pöschl war jahrelang pornografieabhängig. Seine Geschichte begann, als er acht Jahre alt war und zog sich von da an lange hin.

Eines Tages fand Karina ihren Verlobten in einem Kleiderschrank wieder. Sie hatte ihn auf frischer Tat ertappt, als sie ihn in seiner Wohnung überraschte. Da hat er die Flucht in den Kleiderschrank angetreten. Karina stellte fest:

„Ich denke, wir müssen reden.“

Zunächst war es ein Schock für Karina herauszufinden, dass ihr Verlobter ein ernstes Problem mit Pornografie hatte. Sie zweifelte an ihrer gemeinsamen Zukunft, fühlte sich traurig, ausgenutzt und betrogen. Aber sie wollte nicht in eine Opferrolle fallen, also stellte sie sich der Situation und ergriff die Initiative. Sie sprach nicht nur mit Phil darüber, welche Gefühle sein Pornokonsum in ihr auslösten, sondern auch mit einem befreundeten Ehepaar. Sie haben Karina ermutigt zu vergeben, auch wenn sie sich nicht danach fühlte und die Schuld nicht bei ihr lag.

Karina erzählt: Der Heilungsprozess ist eine Gefühlsachterbahn

Ihr begegneten Gedanken wie „Du bist nicht schön genug!“ und „Finde dich damit ab, das gehört einfach dazu!“. Doch sie hat diese Sätze als Lügen entlarvt und sich auf ihren Wert als Frau, so wie sie war, besonnen. Äußerlichkeiten würden niemals die Wurzel des Problems lösen. Karina konnte sich zwar mit dem Pornoproblem ihres Verlobten nicht zufrieden geben, doch sie erkannte auch, dass nicht sie die Lösung des Problems war.

Pornografie war Phils Problem und er musste die Verantwortung dafür übernehmen. Nachdem Phil aktive Schritte setzte, konnte sich auch Karinas Gefühlsachterbahn beruhigen.

Es begann ein Heilungsprozess auf verschiedenen Ebenen. Zum einen musste Phil selbst heil werden von seiner Abhängigkeit. Aber auch Karinas Herz wurde verletzt und bedurfte der Zuwendung. Schließlich braucht auch ihre gemeinsame Beziehung eine Wiederherstellung der Nähe, Liebe und des Vertrauens.

Nur, wenn in all diesen Bereichen aktive Schritte gesetzt werden kann das Paar diese Herausforderung überwinden und gestärkt daraus hervorgehen.

Die Geschichte von Inka und ihrem Mann ist eine ähnliche. Hier erzählt sie davon.